Wettbewerbsrecht

Das Wettbewerbsrecht beschäftigt sich mit dem Erhalt und der Überwachung des Marktes. Ziel ist es, den Wettbewerb auf dem Markt vor ungewollten Beeinflussungen zu schützen.
Das Wettbewerbsrecht ist dabei in zwei Bereiche zu unterteilen. Auf der einen Seite behandelt das Wettbewerbsrecht das Recht der Wettbewerbsbeschränkungen. Dieser Bereich des Wettbewerbsrechts wird auch Kartellrecht genannt. Es schützt den Wettbewerb dabei vor Beeinträchtigungen durch Marktabsprachen, Machtmissbräuche und Machtkonzentration.

Der Schutz des Wettbewerbs vor unlauterem Handeln wird dabei jedoch nicht geschützt. Diese Aufgabe verfolgt das Wettbewerbsrecht im engeren Sinne, welches auch Lauterkeitsrecht genannt wird. Das Wettbewerbsrecht i.e.S. schützt dabei den Wettbewerb im Interesse der Wettbewerber, Verbraucher und sonstiger Marktteilnehmer vor Verfälschungen. Dazu werden vom Wettbewerbsrecht verschiedene Marktverhaltensregeln aufgestellt, welche im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt sind. Diese Marktspielregeln sind von den Marktteilnehmer zu beachten. Sie sind jedoch einer stetigen Weiterentwicklung ausgesetzt, so dass das UWG nur die Grundzüge der Spielregeln darstellt. Die genaueren Auslegungen finden durch die Rechtsprechung statt. Diese entwickelte in den letzten Jahrzehnten eine umfangreiche Rechtsprechung, welche zum Teil in unserem Blog unter dem Punkt IP - Wettbewerbsrecht nachzulesen ist.

Zentraler Punkt des Wettbewerbsrechts ist dabei der Begriff der Unlauterkeit. Diese Unlauterkeit kann sich sowohl im Verhalten gegenüber den Mitbewerbern (sog. Horizontalverhältnis) aber auch gegenüber den Verbrauchern (Vertikalverhältnis) äußern.

In praktischer Hinsicht ist zentraler Punkt des Wettbewerbsrechts die Abmahnung. Das Verfahren des Wettbewerbsrechts und die verschiedenen Schritte im Bereich der Geltendmachung wettbewerbsrechtlicher Ansprüche finden sie in unserem Bereich wettbewerbsrechtliches Verfahren.